Abändern

Abändern

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Eins meiner Hobbies, die ich ziemlich zurück geschraubt hatte, war das Nähen. Ich habe früher ganze Kleider, aufwändige Gegenstände selbst genäht – bis ich leider feststellen musste, dass mich das teurer kommt, als wenn ich die Kleider einfach im Einkaufszentrum kaufe. (Selbstverständlich sind Designerkleider teurer, aber wer leistet sich die schon?)

Nun habe ich ein neues Hobby daraus gemacht: Kleider kaufen im Ausverkauf und diese dann in Grösse XL oder ähnlichem besorgen und dann solange abändern, bis sie mir an den Leib geschnitten sind. Spart enorm viel Geld, und gibt mir eine Beschäftigung.

Soweit der Plan, der normal auch wirklich Spass macht. Bis ich mir einen Bikini gekauft habe, vor etwa einem Jahr, der viel zu klein war. Super, masslose selbstüberschätzung: jaja, bis zum Sommer passe ich da dann rein – kein Problem… oder doch? jap, natürlich nimmt Frau innert 2 Monaten so viel ab, dass sie auf Size Zero gehungert ist und somit super in den Bikini hinein passt. Jede Frau, die das schafft (auf gesunde Art) soll mir bitte sagen wie… ^^

Somit dann nun die Planänderung: Bikini solange mit Stoff bestücken, bis er dann passt – weil grösser, mehr Platz ect. Auch das, ein bombastischer Plan. Also wurde in einem Eifer angefangen, alles was zu klein war, auf zu trennen um dann dort mehr Stoff anzusetzen, was kurzzeitig aussah, wie ein 1000 – Teile Puzzle ^^ Leider stellte sich dann aber bald raus, dass vieles in mühsamster Handarbeit gefertigt werden muss, da man mit der Maschine schlicht nicht ran kommt – und wenn ich etwas hasse, so ist es, von Hand zu nähen. Nicht nur, dass ich keine Geduld habe und wenn ich 10 Minuten dran bin schon absolut entnervt am liebsten alles weg schmeissen würde. Nein, ich habe auch noch die Gabe, mir dauernd in die Finger zu pieksen, Nadeln zu zerbrechen, Fäden in den ungünstigsten Momenten so zu verheddern, dass sie verknoten und es ein Wunder ist, dass ich nicht auch noch mit eingestrickt bin bis zum Schluss. So wurde aus einer Aktion „ich änder mal eben meinen Bikini ab diesen Nachmittag“ eine Aktion „ich änder dann mal meinen Bikini ab, vielleicht schaffe ich es ja auf nächste Saison“. ^^ Dennoch: aufgeben kam nicht in Frage, denn dann hötte ich alles weg werfen müssen und das passt nicht zu meinem Motto, Dinge eben lieber zu reparieren, abzuändern und passend zu gestalten, aös sie weg zu werden, denn ich glaube, es wird sonst schon viel zu viel weg geworfen (auch von mir). Also galt es, durch zu halten, tief durch zu atmen und weiter zu machen bis zum bitteren Ende 😉

Nach sagenhaften 20 Stunden Arbeit (ich dachte, ich werd nicht mehr… ich hätte wirklich am besten alles aufgetrennt und komplett neu zusammen geschustert) ist nun auch das Mamutprojekt geschafft und ich mit meinen Nerven am Ende. Aber hey, ich weiss nun, wie ein Bikini aussieht, wenn man ihn komplett zerstört ^^

Hier also das Ergebnis – bin eigentlich ganz stolz darauf. 🙂

meiner Katze gefiel das wohl auch… ^^

 

2 Antworten

  1. Patrick Hellinger
    | Antworten

    Klasse, ich würde sagen die Mühe hat sich gelohnt!
    Ist ein Hingucker geworden 🙂

    Deine Katze ist eine Britisch Kurzhaar? Sieht süß aus!

    • LyrenOrva
      | Antworten

      Ja genau 🙂 eine British Kurzhaar 🙂 Danke dir – ich bin auch recht stolz drauf 🙂

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