Das Richtige

Das Richtige

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Zur Zeit ertappe ich mich so oft beim Gedanken oder Wunsch, „das Richtige“ machen zu wollen. Das Richtige studieren, das Richtige schreiben, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort das Richtige sagen… Ja, wenn ich das hier so schreibe, merke ich selbst, wie absurd das ist. Denn: wer definiert, was richtig ist? Gibt es zum Beispiel eine Formel, wie man raus kriegt, welche Worte man wählen sollte, damit es die „richtigen“ sind? Gibt es kleine, blinkende Pfeile, die einem anzeigen, dass man am richtigen Ort ist? Gibt es ein Schema, zu überprüfen, was DAS richtige Studium ist?

Ich möchte einfach nicht nochmals den Fehler begehen, etwas zu studieren, das mir keinen Spass macht. Und irgendwie merke ich, dass ich mir da ganz schön Leistungsdruck auferlege, denn es macht mir Spass, an Code herum zu tüfteln, aber ich sehe konstant, wie andere schneller sind, bessere Löungen wissen ect pp. Aber sollte es nicht eigentlich genug sein als Voraussetzung, dass ich es gerne tue? Ich meine, darum sollte es doch primär gehen? Alles Weitere ist ja dann lernbar… (was mir heute btw ein Glückskeks sagte: „Mit viel Aufwand können Sie ihre Ziele erreichen“ bah eh, ich hätt den am liebsten… naja er wurde gnadenlos und mit viel Genuss von meinen Zähnen in abermilliarden Stücke zermalmt 😉 )

Anders ist es bei meiner ewig währenden Hollywoodromanze: da ist es so schwierig, mich nicht soooooo oft zu melden, dass ich Etienne unter Druck setze, aber dennoch ab und an kann ich es nicht lassen, ihm zu schreiben… bloss was? Es macht wohl wenig Sinn, ihm vor zu heulen, dass er endlich zurück kommen soll. Aber was ist denn das Richgige? Meine Gefühle preis geben? Möglich, aber eben wieder die Frage: wie gibt man sie „richtig“ preis? „Heey ich vermisse dich so sehr, es frisst mich auf, bitte, ich flehe dich an, komm zurück“ wäre zwar mehr als ehrlich, aber nicht zielführend. „Ich vermisse dich, bitte melde dich“ ist zwar wahr, aber emotionsgeladen wie ein Nachrichtensprecher… 

So wälze ich also Wörter in meinem Kopf herum, wäge ab, verwerfe, schreibe neu… alles in der Hoffnung, dass, wenn ich bloss die richtigen Worte fände, er sich wieder melden würde. Ja,Vorteil: ich melde mich bestimmt nicht allzu oft. Nachteil: naja die brauchen wir eigentlich nicht aufzuführen… 😉

Ach ja, an sonsten war heute wenigstens ein sonniger und warmer Tag, der um Welten besser war als  der gestrige. Jedenfalls solange man die Beziehungskiste aussen vor lässt 😉

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