Druck

Druck

eingetragen in: Borderline Akzente, Nachdenkliches | 1

Es ist gerade echt frustrierend… ich weiss, ich schreibe sehr unregelmässig, tut mir leid. Ich kann mich zur Zeit so schlecht dazu aufraffen, irgendwas zu formulieren, zu schreiben… Es ist eigentlich auch so, dass ich nicht dauernd herum löhnen will, dass es mir nicht gut geht, darum bin ich in den Zeiten, in denen es mir schlecht geht, zurückhaltend, irgendwas zu schreiben. Dennoch steigt dann der Druck, dass ich doch etwas schreiben muss ect. obwohl es mir eigentlich sehr hilft, zu Dinge zu verarbeiten indem ich schreibe. Aber wie gesagt, ich möchte nicht herum löhnen, möchte keinen herunter ziehen, langweilen, belästigen… Dennoch kann ich zur Zeit einfach nicht anders, einfach, weil es mir halt trotz grossartigem Wetter alles andere als grossartig geht.

Langsam steigt der Druck seitens meiner Krankenkasse, dass ich endlich gesund werden würde. Druck ist aber bei mir so eine Sache. Es kann sein, dass der „Druck“ lediglich darin besteht, dass ich jemanden anrufen sollte, innert der nächsten 2 Wochen. Ist doch total einfach, quasi überhaupt kein Problem, nichts, was einen behindern sollte. Bei mir sieht das etwas anders aus… Es kann dazu führen, dass ich mich so dermassen gelähmt fühle, dass ich nichts mehr schaffe, und ganz bestimmt schaffe ich es nicht, in den 2 Wochen einmal das Handy in die Hand zu nehmen, die Nummer zu wählen und das Telefonat zu führen. Würde man mir diesen Druck nicht auferlegen, hätte ich vermutlich kein Problem damit, aber ja, so funktioniert unsere Gesellschaft nicht, ist ja auch verständlich. Wir brauchen Verbindlichkeiten, Deadlines. Dasselbe auch mit Emails im übrigen. Wer also manchmal mehrere Tage oder Wochen warten muss auf eine Antwort von mir, dem sei gesagt, dass es wirklich daran liegt, dass ich mich dermassen unter Druck setze, endlich zu antworten, dass ich es plötzlich überhaupt nicht mehr schaffe.

Es tut mir jeweils so unglaublich leid, aber ich kann jeweils nicht anders. Ich fühle mich apathisch, gelähmt, leer und antriebslos, habe Angst vor eigentlich nichts greifbarem, aber ich kann nichts daran ändern. Wenn ich dann versuche, rational zu sein, es irgendwie dennoch zu machen, schaffe ich es jeweils bloss, das Handy in die Hand zu nehmen, aber das entsprechende Programm zu öffnen gelingt mir einfach nicht. Irgendwas in mir wehrt sich gegen sämtlichen Zwang, auch wenn dieser nicht einmal von Aussen auferlegt wird sondern von mir selbst erstellt wurde.

Wenn nun aber die Krankenkasse anfängt, Auflagen zu stellen, wie lange ich Therapie X noch machen dürfe, dann führt dies dazu, dass ich gleich in ein tiefes Loch stürze, nur noch sehe, dass mir beinahe keine Zeit mehr bleibt um all das noch zu lernen, was man lernen kann in dieser Therapieform. Und das führt zu eben dieser Lähmung, die mich dazu bringt, ironischer Weise, garnichts mehr mitnehmen zu können, denn ich befinde mich in einem Zustand der Resignation, den ich nicht aufheben kann, egal was ich oder Therapeuten dann versuchen. Ich kann dann nur zusehen, wie die Zeit verstreicht und die Deadline unerbittlich näher rückt.

Es ist enorm frustrierend. Ich hoffe, irgendwann einen Umgang damit zu finden. Zur Zeit bleibt mir bloss der Weg der Achtsamkeit: feststellen, dass es so ist, und es akzeptieren, warten, bis es vorbei geht.

 

Eine Antwort

  1. rosabluete
    | Antworten

    Ohje, wünsch dir alles Gute. In manchen Situationen geht es mir ähnlich. Ich hasse es auch unter Druck gesetzt zu werden und ich mag auch keine festen Termine usw… allein schon so oft, wenn ich weiß ich muss am nächsten Tag früh aufstehen und fit sein, passiert irgendetwas in meinem Kopf, dass mich davon abhält zu schlafen ..naja..wie gesagt, ich wünsche dir alles gute. es ist schon erstaunlich, wann die krankenkassen meinen, dass man wieder gesund sein sollte…unfassbar..

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