Ein Tag, Version 2

Ein Tag, Version 2

Inspiriert durch einen Gottesdienst in dem es darum ging, was man so machen will mit seinem Leben, habe ich angefangen, in mich zu gehen. Träume kamen wieder zu Tage, die ich längst vergass. Ich habe ein Herz für sozial benachteiligte Menschen und Randständige. Auch wenn mir bisher immer der Mut fehlte, etwas zu tun um denen zu helfen, so fühlte es sich immer gut an, wenn ich mich überwinden konnte, zu spenden für Institutionen, die sich für die Menschen auf die eine oder andere Weise einsetzten.

Die halbe Nacht sass ich also hell wach im Bett und fing an, zu forschen, was es denn geben würde, wo ich mal ein klein wenig mithelfen könnte. Ich stolperte über eine Institution, die Jugendlichen hilft, den Einstieg ins Berufsleben zu finden trotz fehlendem Schulabschluss. Die suchen jemanden, der sie mit der Webseite unterstützt. Und vielleicht kann ich da ja nach und nach ein bisschen rein rutschen.

Während meiner Recherchen fiel mir auch ein, dass ich eigentlich mal Theologie studieren wollte, nicht unbedingt fürs Pfarramt aber wegen der Seelsorge und weil mich die Materie brennend interessiert. Es war der Aspekt meines Lehrerstudiums, der mich dazu anregte, durch zu halten (ich habe unter anderem Module in Religionswissenschaften besucht) und das Studium zu beenden, so nervig es auch war.

Völlig übernächtigt wurde ich von meiner Katte geweckt, die total kuschelbedürftig war, was selten der Fall isr. Ich konnte mich dann nicht dazu durchringen, mich wieder unzudrehen und weiter zu schlafen, sondern wollte die Gunst ser Stunde nutzen. So kam ich also auf glorreiche 4 Stunden Schlaf.

Der Morgen bei meinem Paten lief eigentlich inspfern schön ab, als dass wir fast nicht programmierten oder arbeiteten, weil wir uns einfach beide so vieles zu erzählen wussten. Ich war bloss im Clinch damit, dass die Webseite seiner Frau etwas Zuwendung brauchte, bevor jetzt wieder Studenten darauf zugriffen. Also habe ich ab und an halt doch ein paar Knöpfe gedrückt, um Updates zu ziehen und zu installieren.

Spannend was das Fotoshooting am Nachmittag: wir haben hoch konzentriert arbeiten können, die Frau meines Paten hat sich nie aus der Ruhe bringen lassen, egal wie nahe ich ihr mit der Kamera kam. Beim anschliessenden Durchschauen, hat sie einige wirklich schöne Aufnahmen gefunden und freut sich auf die Bilder.

Es tat gut, ihre Begeisterung zu hören und zu fühlen, dass sie mir sehr dankbar ist für die Arbeit und den Aufwand.

Abends war es irgendwie wie immer, wenn man jemanden noch nicht so kennt oder müde ist: es braucht halt eine Weile, bis man sich findet und das Gespräch in Gang kommt. Wir haben uns in einem Stadtfest vergnügt, wobei wir anfangs erst mal herausfinden mussten, wer denn nun was gerne mag an Stadtfestern. Während ich meist auf dem Rummelplatz zu finden bin, sind die anderen eher am überdimensionalen Streetfoodfestival interessiert gewesen. Schlimm empfand ich das aber eigentlich nicht, mich dem zu beugen, denn ich war eh zu müde für all die Bahnen. So sassen wir bald mal auf einer Bank und langsam kam das Gespräch ins Rollen. Irgendwie konnte ich auch immer besser sagen, was ich möchte, und was nicht. Zum Beispiel, dass ich gerne sitzen möchte (weil ko) und dass ich gern noch ein paar Bilder schliessen möchte, um das Fest in Erinnerung zu halten. So schön das alles auch war, war ich froh, als ich endlich heim konnte und ins Bett liegen. 
So, das war nun mal die Variante, dass ich alles, was irgendwie hätte positiv formuliert werden können an meinem Tag, auch so formuliert würde.

Wie Tag und Nacht, der Unterschied. Aber für mich stimmt die zweite Darstellung genau so wenig wie die erste. Bei der ersten Darstellung wusste ich, dass ich zusehr auf die negativen Aspekte fixiert bin, aber bei der zweiten Variante stimmt für mich das Grundgefühl vom Tag einfach nicht überein. Ba, es gab schöne Momente, ja, nich alles war schwarz. Aber es war eben auch nicht alles weiss und fluffig und toll. Mal schauen, was passiert, wenn ich sowas öfters mache.

Eine Antwort

  1. Weena
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    Mir geht es immer so, wenn ich einen Tag aus der positiven Sicht schreibe, fühle ich mich einfach besser.
    Und wegen der Suche nach etwas Sinnvollem… einfach im Gebet an Gott ihn danach fragen und ihn bitten, es dir einfach vor die Füße zu legen. Dann wirst du ja sehen, was passiert. Wenn nix passiert, dann ist die Zeit einfach noch nicht reif dafür oder die Umstände als Ganzes stimmen dafür noch nicht. Dann einfach geduldig abwarten. Irgendetwas kommt.
    Liebe Grüße
    Weena

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