How it should have ended

How it should have ended

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How it should have ended… ist ja eine ziemlich populäre und lustige Idee, Filme, Bücher und Serien auf die Schippe zu nehmen. Manchmal, wenn ich meinen Freundenso zuhöre, denke ich, bei denen geht ähnliches ab:
Ein Kumpel wünschte sich vermutlich, dass ich bereits vor ca 3 Monaten anders reagiert hätte: wir sassen damals in unserem lieblings Fastfood „Restaurant“ (warum das ding sich als Restaurant betiteln kann, wenn man alles selbst holen muss, es in Pappkartons serviert wird und stinkt wie es eben stinkt in einer Frittenbude… ist mir schleierhaft) . Er ist zugegeben nicht der einfühlsamste aller Zeitgenossen aber ein super Kumpel wenns darum geht, pragmatische Sichtweisen zu kriegen, Spass zu haben und zu lästern, einzukaufen und einfach Blödsinn zu machen. Jedenfalls habe ich mich dazu erdreistet, ihm die ganze Geschichte zu erzählen mit Etienne und dass dieser nicht viel Zeit habe… Seine Auffassung ist, dass wenn jemand sich verliebt, egal wie die Umstände sind, man sich Zeit nimmt für die geliebte Person, und zwar so richtig viel. Wenn er das also nicht tut, gleicjt das für meinen Kumpel einem Todesurteil.

Das Lieblingsende für ihn wäre somit bestimmt gewesen, wenn ich an jenem Abend, in wohliger Atmosphäre von kreischenden Kindern und Frittenfett gesagt hätte: „Du hast recht, das hat keine Chance, ich habe was besseres verdient, ich beende dieses Techtel-Mechtel hier und heute. Ich schwöre bei meinem Burger und der Pommessauce.“ Daraufhin aufgestanden wäre und draussen statt Etienne ein Typ auf seiner Harley  angebraust gekommen wäre, mich in seine Rockerbude geholt hätte und ich da ein überglückliches Leben gehabt hätte in mitten von Harley-Werkstatt, Motorenöl und dem einen oder anderen Cache. 😉

Ja… Meine Freundinnen wünschten sich zwar vermutlich ebenfalls, dass ich von ihm los kommen würde und nen anderen fände.Allerdings wäre vermutlich auch die Umgebung, in der ich ihnen das Versprechen abgäbe nicht die Pommesbude sondern das schicke Kaffee um die Ecke oder ein Restaurant für kalorienarme Küche… Den schwur leistete ich dann auch eher auf Soja-Chai-Tee und Kopfsalatblätter 😉 (bitte seid mir nicht böse, euch hier so zu karikieren, ich mag Salat echt nicht, aber euch leiste ich gerne Gesellschaft in diesen Restaurants 🙂 )

Vermutlich würde er da aber eher auf seinem Pferd angeritten kommen und mich ins Schloss geleiten (letzthin las ich einen Kartenspruch, auf dem stand „wo bleibt mein Prinz mit seinem scheiss Gaul??“ Ich musste so lachen, weil ich Pferde echt nicht mag aber mir ja dennoch auch den heldenhaften Prinzen wünschte..) würde. Ob ich allerdings in einem Schloss, mit einem Prinzen besser aufgehoben wäre? Ich bin ein kleines Tussi, mitlerweile vielleicht sogar ein riesiges Tussi, da ich mich echt liebend gerne aufbrezel und ungern ungeschminkt das Haus verlass… aber wenn das Umfeld das von mir verlangen würde und mir vorschriebe, was ich zu tragen habe, ich glaube, dann wäre ich plötzlich ein ich-trage-nun-aus-Prinzip-nur-noch-Jeans-und-abgefuckte-Schuhe-Girl. ^^

Was mich zu meinem persönlichen Lieblingsende bringt: dass Etienne eben mit seinen Hunden kommt, mich aus meiner Taschentuchlawine rettet (das versprach er mir mal, da er gerne der Held sei, der mich retten würde…) und mir verspricht, mich nie wieder zu verlassen…

Tagtraum vorbei, Realitätsmodus wieder an, leider kein Etienne, leider keine Harleybiker und auch noch kein Prinz mit scheiss Gaul. Muss wohl dann doch weiter warten. Hiffen wir mal, es ist kekne Endlosschleife.

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