Kämpferin

Kämpferin

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Da gibt es den Teil in mir, der einfach enorm dickköpfig ist und gewisse Sachen nicht akzeptieren will. Dieser Teil setzt nun ungeahnte Ressourcen frei, zu kämpfen um etwas, das verloren scheint. Kämpfen, wie ich lerne, heisst wohl nicht mit den Fäusten oder mit Waffen, mit Gewalt. Sondern kann auch mit Worten,mit mentaler Einstellung und mit guten Taten statt finden.

So fand ich mich dieses Wochenende begraben in Papier vor, denn wenn mich etwas enorm bewegt, ist für mich oft ganz old school der Notizblock das erste Hilfsmittel, um meiner Seele Luft zu verschaffen. Da wird dann gekritzelt, ich recherchiere, notiere, sortiere und fühle mich fast schon etwas in die Zeit zurück versetzt als ich wissenschaftliche Arbeiten schreiben musste. Ein Hoch darauf, dass ich bei dieser Abhandlung keine Quellen zitieren musste, da es ja nur für mich selbst war und ich somit keinen Plagiatsvorwürfen unterliegen kann, es sei denn ich würde mich selbst anzeigen, was ich bestimmt nicht tue 😉

Daraus resultierte ein Brief an eine mir wichtige Person, die aus meinem Leben gegangen ist und an die ich noch so viele Fragen gehabt, und die ich so gern beantwortet gefunden hätte. So sehr ich hoffe, dass ich diese Antworten erhalten werde, so wenig rechne ich damit. Es hinterlässt das dumpfe Gefühl der Leere, nicht zu wissen, ob man je eine Antwort erhält. Vor allen Dingen bei einer Person wie mir, die so unglaublich neugierig ist und alles wissen will.

Dann waren da Träume, mein Gott, ich träume viel zur Zeit. Nicht immer weiss ich es am Morgen noch, aber ich weiss, dass ich träumte und ich schlafe sehr unruhig dadurch. Beschäftigen tun mich aber die Träume, die mir bleiben, denn es sind Fortsetzungen des Traumes, bei dem ich mich auf einen Kampf vorbereite. Es gibt einen Lebensbereich, von dem ein Teil von mir wohl von mir verlangt, dass ich nicht aufgebe, egal was passiert, dass nichts hoffnungslos ist, solange ich die Hoffnung nicht aufgebe, dass ich siegen kann, auch wenn es gerade garnicht danach aussieht.

Und so recherchiere ich weiter, bete, hoffe, dass meine Träume wahr sind und ich erkenne, wie und womit ich kämpfen soll. So oder so: es ist ein gutes Gefühl, zu kämpfen, nicht tatenlos zu sein, etwas zu bewegen, so lange bis hoffentlich der Sieg meiner ist oder aber einfach nichts mehr zu bewegen da ist.

Ich entdecke einen Teil in mir: die Kämpferin, die nicht aufgibt, die einsteht für etwas, was ihr wichtig ist, die selbstsicher voran schreitet, was auch kommt. Ich möchte kämpfen und nicht aufgeben bis ich alles getan habe, was ich kann und konnte.

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