Kuschel-Gebra

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Algebra… eigentlich eine einfache Sache, aaaber, es ist Algebra für Informatiker. Sowieso lustig, dass sämtliche Mathemodule das Postfix „für Informatiker“ haben. Wir sind also die, die „halt“ Mathe besuchen müssen – aber eigentlich, wenn wir ganz ehrlich sind, scheint es nicht sooooo wahnsinnig wichtig zu sein 😉 Aber das kann man Studenten ja nicht sagen, denn was dann passieren würde, wäre ja klar. Also *räusper* *ernstemineaufsetz* und dann nichts anmerken lassen und tun, als wäre es das wichtigste Fach auf Erden.

Dem Dozenten muss man allerdings eins lassen: er versucht, seine Materie anschaulich darzustellen. So wird also versucht im Laufe des Semesters zu berechnen, wie man ein Schiff denn nun am effizientesten belädt, tankt, welche Route es nehmen soll und welchen Strömungen es begegnen wird und wie es sich dabei verhalten soll. Okay, soweit die Idee. Praktisch werden wir das etwas anders lösen, so komplex wird es wohl nicht. Dennoch blieb ich dabei hängen, dass meine Mitstudenten (Kommilitonen genannt… gibt es eigentlich auch Geh-militonen? Oder ist es ein Schreibfehler und eigentlich wären es Kommilli-Tonnen? Irgendwie würde dies aber andeuten, dass Studenten dazu neigen, an Gewicht zu zu legen, was echt nicht nett wäre…) Jedenfalls, meine Kommilitonen haben voll den Spass daran, diese Aufgabe anzugehen, jeder hat da irgendwo seine Stärke gefunden. Und ich? Jaaa… also… Kuschelpädagogik zur Förderung der Personalzufriedenheit an Board? Selbst da wurde ich mit einem Beispiel eines Kollegen übertrumpft, so dass mir der Wind aus den Segeln genommen wurde (hahaha, voll das Wortspiel…), bevor diese sich überhaupt hätten aufblähen können.

Allerdings wurde knall hart gekontert, dass ich ja Master of Kuschel sein müsste – oder Master of Desaster of kuschel? Oder war es doch Master of Arts in cuddleization, oder die Kunst des begleiteten Kuschelns bei der Arbeit?

Vielleicht bezieht sich meine Kuschelpädagogische Ausbildung ja auch auf den Unterricht selbst. Ich kann also auf beinahe magische Art und Weise beeinflussen, wie sich die Mitstudenten fühlen, eine lernfördernde Atmosphäre schaffen, ihnen Mut geben und den Dozenten im Vorhaben unterstützen, auf unser Unwissen Rücksicht zu nehmen…?

Meine Rolle bleibt also weiter ungeklärt – ich bin eine unter zwei (also quasi voll der Exot) und das wandelnde Maskottchen. Weitere Attribute bleiben heraus zu finden.

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