Minimales Umstyling

Minimales Umstyling

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Warnung: Falls Sie im Friseurgeschäft tätig sind oder ein Auge für Ästhetik haben, kann dieser Beitrag gesundheitsschädigende Folgen haben. 😉

Heidi wäre bestimmt stolz auf mich gewesen vorhin, als ich nach dem Haarewaschen, und nachdem es nicht einmal annähernd geklappt hat, was ich vorhatte, zur frischgekauften Friseurschere griff und erst mal alle kaputten Haare heraus schnitt, ab dem Teil, wo sie kaputt sind. Da dann mehr als die Hälfte meiner Haare da im Waschbecken vor mir lag, und ich aussah, wie von Motten zerfressen, beschloss ich, kurzen Prozess zu machen, und so gut wie möglich auch die restlichen Haare zu kürzen, damit es wieder einheitlich war. Schnip schnapp lag also plötzlich fast meine ganze Mähne im Waschbecken und meine Haare waren kurz und kürzer. Umstyling erfolgreich – Haare massiv kürzer, Charakter-Gesicht und so.

Bis vor ungefähr einem Halben Jahr wusste ich mit dem Begriff „bad hair day“ nicht viel mehr anzufangen, als dass ich mal meine Frisur nicht so hinkriegte, wie ich es wollte, oder die Farbe, die ich meinen Haaren geben wollte, hielt nicht. Dann allerdings, kam der verheerende Moment, als ich meine Haare, trotz ausdrücklicher Warnung aller gefragten Friseurinnen, von schwarz auf blond brachte. Das erste mal ging das erschreckend gut, meine Haare waren fit und alles sah supi aus, ausser dass sie eher kupferfarben waren, als silbern. Ermutigt, bleichte ich sie nochmals – und das war der buchstäbliche Tod meiner Haare. Nie zuvor habe ich Haar erlebt, das sich im nassen Zustand sogar richtig auseinander ziehen liess, wie Kaugummi. Es sah kaputt aus und fühlte sich stachelig und irgendwie unecht an (sogar unechter als die künstlichen Haare, die ich mir zusätzlich noch einsetzen liess). Jaa, ab da war dann meine Mission: Haare versuchen zu retten, vielleicht geht das ja.

Getestet wurde:

  • Friseur Schampoo vs. Schampoo vom Supermarkt
  • Welche Conditionner bringen was
  • bringt Olaplex da noch Rettung?

Überall die vernichtende Erkenntnis: meine Haare sind zu kaputt, als dass ich überhaupt etwas heraus finden konnte. Sie blieben über das gesamte halbe Jahr spröde, kaugummi artig und ich verlor immer mehr von ihnen, bis sie einfach nur noch schütter wirkten. Dazu muss man noch sagen, ich habe VIELE Haare. So viele, dass jede Friseurin erst einmal das grosse Staunen befällt, wenn sie anfängt zu schneiden, färben oder Extensions zu setzen. Angeblich braucht man normaler weise etwa 60-80 Stränen, um einer Frau ihre Mähne zu verlängern. Ich trage regelmässig 140-180 da es sonst einfach nicht wirkt.

Ja, jedenfalls, die Haare sind weg, die neue Frisur sieht gewöhnungsbedürftig aus und ich bin froh, werde ich am Samstag neue Extensions kriegen, die dann dem ganzen Leid endgültig ein Ende setzen, zumindest mal für 3 Monate ^^

Kleiner Gedanke am Rande während meines Schnippelns: Ist das nun eine Form der Selbstzerstümmelung, sich die Haare so radikal selbst zu schneiden, auch wenn man davon ausgehen kann, dass es danah NICHT gut aussieht? Ich glaube eher, dass es eine Art lebenserhaltende Massnahme war für meine Haare und meine Nerven, damit ich wieder einigermassen leben kann und nicht immer STUNDEN brauche um meine Haare nach dem Waschen zu pflegen.

Hier mal noch ein paar Bilder:

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Eine Antwort

  1. Patrick H.
    | Antworten

    Auf jeden Fall gelungen. Haare müssen nicht lang sein, sonst gäbe es keine Scheren 😉

    Ich mag die neue Lyren. 👍🙃

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