Nur ich

Nur ich

Und wieder verstreicht ein Tag ohne dass wirklich erwas on meinem Leben geschieht. Aber wie soll etwas geschehen, wenn ich nichts tue? Und woher soll die Motivation kommen, etwas zu tun, wenn alles was ich irgendwie tat, irgendwie schief lief?… Yey, halloooo Teufelskreis. Kann nicht behaupten, mich über unser Aufeinandertreffen zu freuen.

Eigentlich ist es auch garnicht ganz so übel, wie es sich zur Zeit anfühlt. Rational gesehen, geht es ja voran, nur nicht so, wie es sich die anderen wünschen würden, denn ich habe keinen Job, ich bin also für das Verständnis der meisten, jemand ohne Lebensinhalt. 

Irgendwie schade, wie wir uns primär darüber zu definieren scheinen, denn auch ich sehe mich als ein sinnloses Wesen, seit ich nicht mehr arbeiten kann. Aber jeder Versuch, in der Arbeitswelt Fuss zu fassen lief schief, also scheint das einfach meine momentane Realität zu sein, dass es ohne gehen muss.

Bleibt also die Frage, worüber man sich dann definiert? Ich fotografiere viel und bearbeite Bilder und unterhalte einen Socialmediakanal, bei dem ich wirklich viel Zeit investiere, weil es mir Spass macht und ich mich freue, meine Bilder mit anderen zu teilen. Nun ist das aber nichts, womit ich Geld verdiene “also zählt das auch nicht, das ist NUR ein Hobbie, lass den Scheiss und mach was Richtiges“… ja. So klingt das dann in meinem Kopf und so ab und an beschleicht mich der Verdacht, dass dies auch mein Vater so sieht und das tut irgendwie weh.

Daneben “bastle“ ich gerne Webseiten, allerdings halt “nur“ mit sogenannten CMS, wie WordPress. Da kann man aber schon richtig viel machen damit, und vor allem versteht die Person, die die Webseite erhält, dann auch, wie sie sie unterhalten soll. Aber, ich kann halt “nur“ CMS Webseiten bauen, keine “richtigen“ mit Programmiersprachen. Und selbst wenn ich das könnte, kämen die hämischen Informatiker und würden behaupten, dass meine “Programmiersprachen“ keine Richtigen sind… führt nun aber zu tief in die Materie.

Fakt ist, irgendwie scheint alles was ich tue, ein “nur“ vorne dran zu haben und das demotiviert mich ungemein. Ich glaube, dass ich dieses NUR manchmal förmich in meinem Nacken spüre… Es entwürdigt mich, raubt mir Hoffnung und Mut und Zuversicht, dass ich jemals mehr sein werde als nur ein Sozialschmarotzer.  

Ich hoffe und bete, dass ich wieder Zuversicht finde und Hoffnung. (Und einen kopfschmerzfreien Tag, danke, das wäre toll 😉 )

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