PARTIZIPATION

PARTIZIPATION

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PARTIZIPATION. Ja. Lasst euch das Wort auf der Zunge zergehen, es euch schmecken. Nicht nur, dass das Wort schon kaum aussprechbar, geschweige denn zu merken ist, nein, es klingt auch wie eine Bedrohung. Partizipiere! (Oder du…)

Partizipation. Ich weiss nicht, wie oft ich dieses Wort bei Vorbereitungen schreiben musste. Aber “Art, wie SchülerInnen sich am Unterricht beteiligen können“ ist zugegeben, etwas schwerfällig. Und manchmal ist das Bedrohliche, das in diesem Wort mitschwingt aus dem Leben gegriffen, zumindest aus Sicht der SchülerInnen:

Es ist Montag. Montag Morgen. Montag Morgen um 7:30 UHR! Gerade noch rechtzeitig in die Bank gerutscht, Heft bereit und schon gehts los. Aber mein Gott war das Wochenende aufregend! 1D auf Instagram zu verfolgen… oder doch Justin? Ein Jammer, dass dieser seinen Account eingefroren hat, einfach eine absolute Tragödie. Ob er irgendwann seinen Channel wieder aufschaltet?

MELINDA? MELIIIINDAAAAA? Bäm, da kommt es: PARTIZIPATION: Melinda sollte antworten, bloss wie, wenn Justin und 1D und überhaupt das ganze Wochenende noch im Kopf sind? Ja, ganz schön peinlich, sich nun die Blösse geben zu müssen, nicht aufgepasst zu haben. Grosses Gelächter der Klasse, obschon eigentlich alle einfach froh sind, dass es nicht sie selbst erwischt hat. Aber es ist Montag!

Ihrem Nachbarn rettet sie so das Leben, denn dieser wird nun als nächstes gefragt, und dank Melinda hatte er Zeit, sich von seinen Tagträumen vom Wochenende, der Formel1, dem Mindcraftgame von letzter Nacht und den durchaus interessanten Bildern nicht mehr ganz angezogener Frauen los zu eisen und sich zu erkundigen, worum es überhaupt geht.

PARTIZIPATION. Das neue Wort für Folter von SchülerInnen am Montag.

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