Phönix aus der Asche

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Leere, unendliche Trauer… Tiefe Kluften tun sich auf und ziehen mich in ihre Schlünde. Tränen der Hilflosigkeit fliessen meine Wangen herunter und prallen letztendlich mit einem Platschen auf den Grund.

Dunkelheit, leere und Kälte breiten sich immer mehr in mir aus und verunmöglichen es positiven Gedanken, sich zu zeigen. Zusammen gekauert lehne ich mich an die kalte Felswand der Kluft, die mich in sich verschlungen hat. Umarmt von Dunkelheit, getröstet durch die Gefühllosigkeit harre ich aus und warte darauf, dass die Kluft mich wieder aus ihren Fängen entlässt.

 

Gedanken an eine schöne Zukunft rücken in den Vordergrund. Einmal mehr sehnt sich ein Teil von mir danach, diese Zukunft zu leben und daran zu glauben, dass alles gut wird. Einmal mehr meldet sich die Vernunft und zeigt auf, was jeweils geschehen ist, sobald ich meinen Kopf vorsichtig erhob und jeweils gewagt habe, einen kurzen Blick nach oben zu richten, aus meiner Kluft heraus und auf die wundervollen Schauspiele, die ausserhalb zu sehen waren. Träume keimten in diesem verzweifelten Kopf hoch, von einer Zeit ohne Felswände, Kälte und Dunkelheit. Eine Zeit mit Freude, Liebe und Wärme. Jäh fanden diese Tagträume jeweils ein Ende, wenn die kalte Hand der Dunkelheit mich wieder in ihr Zuhause zog.

Die trauten, wenn auch nicht geliebten Felswände, die Kälte und die Dunkelheit frassen sich jedes Mal auf ein Neues tief in mich hinein, liessen alles verstummen, was aussen um mich geschah… Leere breitete sich aus, Stille… und Sehnsucht.

Schmerz kam auf, wenn ich nur schon daran dachte, wie es sich anfühlte, wenn die kalte Hand mich jeweils unbarmherzig zurück zog. Allem Schmerz zum Trotz wollte ein Teil von mir nie aufgeben. Hofft noch immer auf einen Moment der Hoffnung, der von der kalten Kluft unbemerkt bleibt. Irgendwann… irgendwann lohnt es sich hoffentlich, immer wieder schmerzerfüllt zu Boden gerissen worden zu sein und dennoch wieder aufgestanden zu sein. Irgendwann muss es doch auch für mich Momente des Glücks, der Freude, Liebe und Wärme geben. Gehorsam schlinge ich meine Arme um meine Beine, versuche den Schmerz im Herzen zu ignorieren und harre aus, hoffe, warte…

 

Phönix aus der Asche

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