Tiefe, Dunkelheit

Tiefe, Dunkelheit

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Irgendwie habe ich gehofft, dass ich mittlerweile nicht mehr länger diesen Sog des Winters und der Dunkelheit mitkriege. Im Sommer dachte ich, dass ich nun, da ich ja anfange zu studieren und nicht mehr länger nur zu hause sitze, endlich wieder normal weiter leben kann, die Depression los lassen und hinter mir lassen kann. Dass ich so sehr absorbiert sein würde von meinem Studium, dass ich gar nicht mehr Zeit hätte, mich mit den Problemen zu befassen.

Leider nicht. Da ist dieser Sog wieder, dieser Strudel, der mich langsam in die Tiefe saugt, da fest setzt und nicht mehr los lässt. Je länger ich da drin bin, desto schlimmer wird es. Anfangs habe ich mich noch gewehrt, habe gekämpft und versucht, den Strudel zu verlassen, irgendwie vom Grund wieder aufzustehen und hoch zu kommen. Meine Energie war wohl um sonst verbraucht, denn ich befinde mich nach wie vor am Boden, komme nicht mehr hoch, werde niedergerissen, sobald ich mich bewege.

Ich gebe auf. Ergebe mich dem Sog, der Tiefe, der Dunkelheit. Warte und hoffe auf den Frühling, die hellen Tage und dazwischen bleibt die Hoffnung auf das Wunder, dass sich die Dunkelheit von selbst verflüchtigt, mich los lässt und ich frei sein kann.

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