Unbelehrbar

Unbelehrbar

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“Die tiefsten Verletzungen kommen von denen, die man am meisten liebt“ so oder so ähnlich lautet doch ein berühmtes Sprichwort… und ich kann es bestätigen.

Hinzu kommt ja noch der gute Murphy, der dafür sorgte, dass gleich zwei mir undglaublich nahe Menschen mich gleichzeitig zu tiefst verletzten. 

Es fühlt sich bei mir so oft so an, als könnte ich eigentlich nicht weiter fallen, als sei ich am Grund angekommen. Genau da reist der Boden auf, zieht mich noch weiter herunter, in noch unbekannte Tiefen, in ein neues Reich der Schatten. Mein Herz wird gebrochen, einmal mehr, und weil es so schön ist, ich auf dieses Gefühl so sehr stehe, kommt der zweite, nimmt es sich und trampelt auch noch drauf rum, tut, was ihm grad so beliebt damit. Zurück bleibt ein Ich ohne Ich.

Eigentlich bin ich es so satt, immer wieder in diesen Schluchten zu sein, immer wieder so enorm verletzt zu werden und mich wieder zertrampeln zu lassen, aber irgendwie bin ich wohl unbelehrbar: wieder un wieder kämpfe ich, stehe auf, will voran kommen, will einen Platz kriegen in dieser Welt, will leben, auch ein Stück des Kuchens abhaben… raffe mich auf, und zack – da kommt das nächste Toef, die nächste Verletzung, genau wenn ich glaube, einen Lichtschimmer erkannt zu haben. und jedes Mal ist die neue Verletzung schlimmer als je eine vorher. Und jedes Mal frage ich mich, warum in mir dieser Teil ist, der einfach nicht aufgibt, trotz allem. Der mich dazu bringt, das immer wieder durch zu machen.

Und so geht es auch heute wieder auf, wieder in die Uni, wieder in ein Leben bei dem eigentlich nur abzuwarten bleibt, bis es mich wieder verletzt.

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