Vermissen ohne Ende

Vermissen ohne Ende

eingetragen in: Telenovela | 2

Was gibt es zu berichten in einem Leben, in dem zur Zeit alles nicht so läuft wie es sollte..? Eigentlich habe ich mir geschworen, nicht weiter Posts zu verfassen, die negativ sind. Lustig, humorvoll oder sarkastisch, gerne. Aber nicht mehr „oh man mir geht es so scheisse, bitte habt alle Mitleid mit mir“ mässig. Und dennoch wird dieser Post wohl so werden, denn gerade habe ich irgendwie nicht die Ressourcen, das zu beachten und alles irgendwie witzig zu beschreiben…

Ich vermisse Etienne. Es macht mich fertig, dass ich nichts mehr von ihm höre und dass der Grund, warum es zu einem Kontaktabbruch gekommen ist, leider so gar nicht dem entspricht, was man normalerweise so hört oder so. Ja, er liebt mich, ich liebe ihn, ich würde gerne viel Zeit mit ihm verbringen und er genau so mit mir. Wenn er könnte, würde er alles hinter sich lassen und direkt mit mir los – irgendwo hin. Wenn ich wüsste, dass es helfen würde, würde ich alle Zelte abbrechen und in seine Nähe ziehen.

Blöd nur, dass leider seine Umstände nicht erlauben, Zeit für mich zu haben, wie ich es gerne hätte, dass es ihm nicht möglich ist, seine Zelte abzubrechen und zu mir zu kommen… Und dass es im Moment auch nichts brächte, wenn ich alles für ihn aufgäbe und zu ihm käme.

Dennoch, das alles ändert aber nichts daran, dass ich ihn schmerzlich vermisse, dass ich gerne bei ihm wäre, dass ich auch auf keine Art schaffe, ihn zu vergessen, selbst wenn er mich seit einigen Wochen komplett meidet, in der Hoffnung, dass ich ihn so vergesse, wenn er das nur lange genug durch hält. Nicht nur, dass ich es schrecklich finde, dass er zu diesem Verzweiflungsakt gegriffen hat, und sich in gewisser Weise über mich und meinen Willen stellt damit, ich kann ihn auch schlicht nicht vergessen. Er geistert durch meinen Kopf, bei jedem Hunden, den ich sehe, oder bei Hundebesitzer, die ihre Hunde nicht im Griff haben… Da denke ich dann, dass sie sich mal eine Stunde mit Etienne zusammen setzen sollten, damit sie wissen, was sie ändern sollten, und wie es kommt, dass ihr Hund nicht tut, was sie wollen.

Ich denke an ihn, sobald ich an Plätzen vorbei komme, die an ihn erinnern, sobald ich shoppen gehe, weil ich da jeweils lustige Gespräche hatte mit ihm während der Kleidungsauswahl… Wenn ich Nachrichten erhalte, hoffe ich, dass er es ist, bis natürlich dann die grosse Enttäuschung aufkommt, wenn ich feststelle, dass es „natürlich“ nicht er ist. Ich vermisse ihn, in den klassischen Momenten, die jeder kennt: frischverliebte Päärchen, die knutschend am Abend durch die Gassen schlendern, wenn ich Liebesfilme schaue, wenn ich jemals mit anderen Typen spreche, werden sie sofort verglichen mit ihm und schneiden schlecht ab…

Es fehlen mir die Unterhaltungen, die Unterstützung, und ja… wenn ich es mal schaffe, den Tag über nicht allzu oft an ihn zu denken, träume ich von ihm, stolpere über Fotos oder werde kurz vor dem Schlafengehen plötzlich von einer riesen Welle der Sehnsucht übermannt und Schlafen ist nicht mehr länger möglich. Ich liege im Bett, heule mir die Augen aus dem Kopf, versuche, mich irgendwie abzulenken und scheitere kläglich. Egal was ich tue: es ist wie bei einem Boomerang: er holt mich immer wieder ein.

Eigentlich bleibt mir bloss die Hoffnung, dass er das hier liest, und er versteht, dass ich ihn will, völlig egal, wie mühsam das alles ist um uns herum und wie viele Schwierigkeiten sich in den Weg stellen.

2 Antworten

  1. Nelia
    | Antworten

    Ich weiss leider nichts Tröstendes, was ich dazu sagen, außer dass dieses Gefühl auch noch gut kenne und an dich denke ♥ Es tut verdammt weh.

    • LyrenOrva
      | Antworten

      Danke, das hilft schon sehr. 🙁 Ich hoffe auf den Moment, wo ich endlich entweder vorwärts schauen kann, oder wieder meinen Traumprinzen bei mir weiss.

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