Verständnis

Verständnis

eingetragen in: Borderline Akzente | 2

Hier mal eine ernste Frage an euch alle, die ihr auch mit psychischen Krankheiten zu tun habt:

Wie kann man seinem Umfeld erklären, dass man nicht “gesund“ ist, nur weil man kein gebrochenes Bein, Beulen am Körper oder Haarausfall hat? 

Ich tue mich echt schwer damit, dass so oft Menschen an mich heran treten und meinen, dass ich mich doch nur etwas zusammen reissen mpsste, dann wäre ich sicher arbeitsfähig. Dass ich endlich mal was tun müsse und es doch nicht sein könne, dass es mir nach 3 Jahren Therapie immernoch nicht möglich sei, zu arbeiten. (Was sind das denn für schlechte Therapeuten? Wechsel die mal!…)

Kennt ihr diese oder ähnliche Situationen und wie geht ihr damit um?

2 Antworten

  1. cariloveslife.wordpress.com
    | Antworten

    Wieder als Umfeld: Man ist verwirrt. Der Mensch sieht gesund aus, warum ist er das nicht?!

    Da hilft es, wenn sich Betroffener und Umfeld zusammensetzen und eine „Fragestunde“ starten. Alle Fragen müssen ausführlich nach bestem Können beantwortet werden, und alle Fragensteller müssen natürlich verstehen wollen, sonst redet man gegen eine Wand.
    Fragen kann man zum Beispiel:
    Wovon träumst Du?
    Wovor hast Du am meisten Angst?
    Was denkst Du in Situation xy?
    Was löst bei Dir Panik aus?
    Wann möchtest Du in Ruhe gelassen werden?

    Der springende Punkt ist, dass Dein Umfeld verstehen möchte, aber nicht kann, weil keine eigene Erfahrung vorhanden ist. Also musst Du versuchen, es ihnen klarzumachen.

    • LyrenOrva
      | Antworten

      Ich sehe gerade, dass ich deine beiden Antworten in einer Antwort kommentiert habe – sorry *schäm* jedenfalls: ich finde deine Idee mit der Fragerunde super. Ich glaube, wenn diese auf wertschätzende Weise geführt würde, könnte ich das auch. Leider empfinde ich wenig Einfühlsamkeitsvermögen in meiner Familie, sich in mich hinein zu versetzen, die Welt wirklich mit meinen Augen zu sehen und nicht zu ver- oder beurteilen. Naja, dennoch behalte ich das mal im Hinterkopf, man weiss ja nie… 😉

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